In der Hauptstadt der Toskana reifte die italienische Renaissance zur Weltgeltung. Zünfte, Seidenhändler, Mäzene wie die Medici sorgten mit Aufträgen dafür, daß Florenz im Quattrocento zum Kreativpool italienischer Kunst wurde. Maler wie Masaccio, Ghirlandaio und Botticelli erzählen nicht nur heilige Geschichten in bunten Fresken, sondern illustrieren auch die wiederentdeckte antike Mythologie. Brunelleschi verblüfft die Zeitgenossen durch das architektonische Wunderwerk der Domkuppel. Michelangelo schlägt aus einem Brocken Carrara-Marmor seinen David.

Das „neue Athen“ am Arno ist auch die Kapitale der Cucina Toscana mit einem dezidierten gastronomischen Profil. Die Szene reicht von Marktlokalen bis zu Kult-Osterien alla Slow Food. In Trattorien und Weinstuben probieren wir cucina povera wie Bohnensuppe ribollita oder Pfefferfleisch peposo, mit dem sich die Handwerker der Dombauhütte stärkten. Pappardelle mit Pilzen stehen ebenso für Lokalkolorit, wie Spinat-Tortelli, eine Bistecca Fiorentina oder der Brotkrumensalat Panzanella. Dazu Chianti Classico, Rosso di Montalcino oder doch weißer Vernaccia? Zum Finale natürlich Mandel-cantuccini, gestippt in echten Vin Santo.

 

 

  1. Tag: Buongiorno Firenze!

Flug von ausgewählten deutschen Flughäfen (München/ Frankfurt) nach Florenz (ev. auch Bologna oder Pisa) oder alternativ Bahnfahrt (ab München ca. 7 Std., ev. auch Schlafwagen möglich). Transfer in den Palazzo Guadagni, eine der traditionsreichsten Herbergen der Medici-Residenz.

Nachmittags Bummel durchs illuminierte Zentrum und Cena in meiner Lieblingstrattoria oltr‘Arno: Gibt es heute Minestrone mit Schwarzkohl, Lebercrostini oder Wildschweinsugo zum Chianti?

  1. Tag: Baptisterium und Bistecca

Nach Cappuccino und Cornetto geht’s auf einem Altstadt-Spaziergang über die Piazza della Signoria zum Dom: Die Kuppelkonstruktion Brunelleschis verblüfft auch nach einem halben Jahrtausend. Der Battistero, die achteckige Taufkapelle, zieht Kunstliebhaber aus aller Welt magisch an. Seine Bronzeportale bilden ein Bilderbuch der florentinischen Frührenaissance. Nach einem spannenden Lampredotto-Brötchen mit grüner Sauce in der Markthalle geht’s in die Dominikaner-Kirche S. Maria Novella. Hier hat Domenico Ghirlandaio das Leben der Maria in eleganten Fresken geschildert.

In einer volkstümlichen Trattoria tun wirs den Tifosi der Elf Fiorentina gleich und verspeisen eine bistecca fiorentina vom weißen Chianina-Rind.

Nachmittags erfrischen wir uns bei einem Spaziergang durch die Gärten des Palazzo Boboli und trinken ein Gläschen in einer Enoteca.

 

  1. Tag: Uffizien & mehr

Eine der ganz großen Gemäldegalereien der Welt. Wir nehmen uns Zeit für Botticellis Raffaels Selbstporträt, die Verkündigung Leonardos, die Heilige Familie Michelangelos und vieles mehr wie den Brügger Portinari-Altar. Nach dem geballten Kunstgenuss stärken wir uns in einer Trattoria, die bei Einheimischen beliebt ist.

Nachmittags klären wir noch die Frage, wann und wie der Übergang von der gotischen zur Renaissance-Malerei erfolgte und bummeln durch stimmungsvolle Einkaufsstraßen.

  1. Tag: Florentinische Hügel

Der Linienbus bringt uns in Landstädtchen Fiesole. Der Sitz vieler Künstlervillen offeriert ein atemberaubendes Florenzpanorama. In einer ehemaligen Salumeria probieren wir cucina tradizionale wie fritto misto, Tortelli mit Salbei oder Kaninchen mit Kräutern.

In den Nachmittagsstunden werfen wir einen Blick in die Kirche S. Croce mit ihren „Promi-Gräbern“.

Ausklang der Reise in einer Weinbar mit Kostproben.

  1. Tag: Addio Firenze

Beim Cappuccino in einem Gran Caffè nehmen wir Abschied von der Arnostadt. Transfers zum Flughafen/ Bahnhof und Heimreise.

Leistungen: Flug/ Zug nach Florenz von ausgewählten deutschen Flughäfen. ÜF im Palazzo Guadagni. Ausgeschriebene Essen/Verkostungen/Eintritte/ Fahrten. Gastrosophisch-Kunstgeschichtliche Reisemoderation.

Reisepreis im DZ: 1499 €                                                                 EZ-Zuschlag: 280 €

Maximale Teilnehmerzahl    14